Um Himmels willen nicht noch eine Diät – ich will gleich ein neues Feelset!

Genau betrachtet befinden sich viele Frauen immer wieder in der „nicht gut genug“ Schleife.

Diese gibt es in vielen Farben, Formen und Ausprägungen.

Sie hält sich gerne im Verborgenen auf und zeigt sich in den schrägsten Varianten.

 

 

 

Ihre Decknamen sind:

 

  • zu dick
  • zu arm
  • zu alleine
  • zu Single

 

  • zu langweilig
  • zu wertlos
  • zu wenig Umsatz
  • zu viel Bauch

 

  • zu laut
  • zu hässlich
  • zu leise
  • zu dumm

 

Ja, zu dumm, dass das so ist.

Denn eigentlich ist das alles insgesamt ziemlicher Bullshit und doch begleitet dieses Feel eine ganze Menge Menschen. Die Wahrscheinlichkeit, dass dies nicht nur auf Frauen zutrifft, ist übrigens hoch. Aber hier geht es nun mal um Frauen – so sorry.

Was ist denn hier passiert?

Frage ich mich und der Frage auf den Grund zu gehen, das ist Teil meiner Arbeit. Immer wieder schleicht sich der leise Verdacht ein, dass all diesen oben genannten Dingen EIN Ursprung zu Grunde liegen könnte.

Ich meine, Menschen sind ziemlich stolz auf Ihre individuellen Stories – nur – ganz soo individuell sind unsere Geschichten ja dann doch nicht. Frage Frauen nach ihrem Körper und Du wirst in den meisten Fällen Ablehnung hören, ist verbesserungsbedürftig, Uglyness.

Die Australierin Taryn Brumfitt arbeitet seit Jahren an diesem Thema und ihre Filme sind aufschlussreich, berührend und leider sehr naheliegend.

Was hat uns bloß so ruiniert?

Natürlich, das ist drastisch ausgedrückt und doch – da steckt was Wahres drin. Das weibliche Kollektiv erscheint mir an manchen Stellen desolat. Die permanente Selbsterniedrigung ist so Teil des Tagesgeschehens – sie könnte glatt als alltäglich durchgehen.

  • Du willst mehr Geld – streng Dich mehr an!
  • Du willst Erfolg – dann beiß Dich durch und beiß Dich nach oben!
  • Du willst schön sein – dann LEIDE!
  • Du willst Abnehmen – Disziplin, Baby, Disziplin.

Genau genommen ist das alles auch gar nicht falsch im Grundsatz und in der Theorie komplett logisch. Wäre da nicht die lebenspraktische Umsetzung und die Zeit, die dem Willen immer wieder ein Schnippchen schlägt. Der Einbruch im System, der phasenweise für den Rückfall in alte Verhaltensweisen sorgt.

Und damit das nicht – oder halt nur abgeschwächter, abgeschwächter und vor allem bewusster Form geschieht – hilft nur Basisarbeit und eine gute, eine hervorragende, nein eine unabdingbare Kümmerung um das eigene Feelset.

Feelset schlägt Mindset!

Denn Feelset schlägt Mindset, vor allem dann, wenn Verhalten auf frühkindliche oder vorgeburtliche Prägung (um nicht zu sagen Traumatisierung) zurückgeht. Und ja – auch Konditionierung und Erziehung kann (auch mit der positiven Absicht dahinter) traumatisierend sein und sich langfristig auswirken.
Lass es mich am Beispiel erklären, und ich bitte Dich: einen wissenschaftlichen Anspruch befriedige ich damit natürlich nicht. Wohl aber einen Schritt Richtung – ahhh, so könnte es sein.

Ich entspringe der Generation Flaschenkind. Die damalige Lehrmeinung war die 4 Stunden Regel. Ein Baby, so hieß es, braucht regelmäßigen Schlaf und alle 4 Stunden etwas zu essen. Da die Zusammensetzung von pulverisierter Babynahrung natürlich höher wertiger war als das, was die eigene Mutter und vor allem die Natur sich so gedacht hatte, das, was über die Jahrhunderte evolutionär gereift war und genau aus diesen Gründen war Stillen ein absolutes no go.

Aus Gründen der frühen Disziplinierung des Kindes wurde versucht, sich an die gängige Lehrmeinung zu halten und den 4 Stunden Rhythmus einzuhalten. Nun, wir wissen alle: es gibt Kinder bei denen klappt das gut, und dann gibt es Kinder, da klappt das gar nicht. Mit mir klappte das System so weit ich weiß gar nicht.

Die einen schlafen also brav – die anderen schreien und holen sich ihre so dringend benötigte Aufmerksamkeit, so, oder so ähnlich dürften viele ihre ersten Tage, Wochen, Monate zugebracht haben.

Je näher die Eltern am 2. Weltkrieg geboren waren, umso ausgeprägter ist diese Überzeugung, das alles wäre gut für das Kind und wichtig, um einen disziplinierten, formbaren und vor allem funktionierenden Menschen zu erhalten.

Sieht man in die Natur, sieht an etwas ganz Anderes. Da sind Mütter, oder ein Verbund von pflegebeauftragten Tieren, die sich um die Brut kümmern. Deren Nähe und Wärme für eine stabile Umgebung sorgen. Deren Leben dafür sorgt, dass die Kinder versorgt sind und deren Nahrung vollkommen ausreicht, ein Lebewesen auf allen Ebenen SATT zu machen.

Neues Leben ist fragil. Das war immer allen bewusst. Und die verschiedensten Denkschulen versuchten wohl der Fragilität beizukommen. Die Denkschule der ersten 60 Jahre des 20. Jahrhunderts versuchte die Fragilität mittels Disziplin und Kontrolle in Stärke zu verwandeln.

Die Natur versucht die Fragilität mit Fürsorge, Wärme und Nahrung in intrinsische Stabilität zu verwandeln. Klappt nicht immer – aber erstaunlich oft.
Was ich mit Sicherheit nicht sagen möchte ist, dass wir eine besonders arme Generation sind und besonders schlecht behandelt wurden. Nein, ich denke hier wurde wirklich seitens Eltern, Erziehern und Pflegebeauftragten mit bestem Wissen und Gewissen gehandelt. Auch das war Liebe – ohne jede Frage!

Nur die Frage welches Konzept besser funktioniert…die beantworte ein jeder für sich selbst.

 

Wohlfühlen mit sich – der Schlüssel zur Schatztruhe

Es ist also Aufräumarbeit gefragt, denn die Leitungen:

  • ich bin richtig
  • ich bin wichtig,
  • es ist genug da
  • ICH BIN VERSORGT

diese Leitungen mögen noch etwas schwach sein auf der Brust. Im Bild gesprochen sind sie unsere Babys, die, die wir zu versorgen haben, die, die unserer Generation anvertraut wurden um hier heil werden zu lassen, was dereinst zerbrochen wurde.

Wie eine wertvolle Ming Vase, die beim allzu wilden Spiel in Einzelteilen auf dem Boden wieder zu finden war. Die Scherben, sie sind unser Vermächtnis, das zusammenfügen unsere Arbeit.

Es ist unsere Entscheidung wie wir dieser Fragilität begegnen und welchen Kleber wir verwenden.

Und nun – gibt es diesen einen Punkt auf den alles zurückgeht?

Ja und nein. Denn in Summe ist es viel mehr als ein Punkt, der dieses Unwohlsein mit sich selbst verursacht. Und doch sind es tausend ähnliche Geschichten. In allen fehlt dieser Tick Geborgenheit und Schutz. Die Möglichkeit Fragilität zu Stabilität zu verwandeln.

Wann auch immer in der Geschichte, an welcher Stelle auch immer in der Lebens Vita. Einer warf die Vase um. End of the story.

Oder doch nicht? Ich persönlich glaube nicht daran, dass Geschichten damit enden – und Geschichte im Übrigen auch nicht – wenn die Vase zerbrochen am Boden liegt. Ich glaube, Geschichten und Geschichte wird geschrieben, wenn wir Anfangen unsere Scherben einzusammeln und zu einem Kunstwerk zu verarbeiten, ein Kunstwerk, dass die Chance hat, stabiler zu sein, als das Ausgangsgefäß.

Das ist unser Leben. Was auch immer darin vorkam. Es ist und bleibt ein Kunstwerk.

 

Heilung – ein einsamer Job bei schlechter Bezahlung?

Nein, ich denke nicht. Wozu gibt es denn Expertinnen und Experten. Menschen, die einen Außenblick auf Deine Thematik werfen und durch deren Sparring, deren Expertise und Einfühlungsvermögen Du genau an dem Punkt landest, wo das Licht angeht und Dir klar wird, welche Scherbe wo ihren Platz haben soll.

Mein Thema ist derzeit mein Gewichtsmanagement – darüber habe ich hier ausführlich geschrieben – und so, wie ich Frauen diene, Ihren Ausdruck im Marketing zu finden, passenden Inhalt und passendes Wording für Präsenz und Angebot, so nehme ich mir für meine Themen Expertinnen zur Seite.

Mein Anspruch, offensichtlich zu machen, wie wirkungsvoll eine Arbeit ist und erlebbar, wie ein Mensch arbeitet und wie sehr ein Handwerk verstanden wird, gibt Dir die Möglichkeit kostenfrei dabei zu sein.

Nächste Woche im Webinar mit Sabine Brüß : Abnehmen geht nur MIT Deinen Gefühlen.

Hier kannst Du Dir LIVE ein Bild machen, wie sich ein Feelset verändern kann und welche Gefühle, Erlebnisse und Prägungen dafür sorgen, dass sich manche Dinge mit dem Willen schwer verändern lassen.

Melde Dich gleich an – auch wenn Du am Termin keine Zeit hast – Du bekommst eine Aufzeichnung des Webinars zugesandt!

 

 

Bis dahin,

Regina

 

 

 

2 Kommentare
  1. Martina Belling
    Martina Belling says:

    Liebe Regina, wieder einmal ein wirklich großartiger Text, der, zumindest bei mir, voll ins Schwarze trifft! Ich lasse mich übrigens jetzt auch gerade von Sabine begleiten und bin schon sehr gespannt, wie ich mit dieser besonderen Art des „Gewichtsregulierens“ klar kommen werde… Ich werde mir auf alle Fälle euer Webinar, bzw. ggf die Aufzeichnungen, anschauen! Ganz liebe Grüße von Martina

    Antworten

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